Schlaflosigkeit – ein quälender Teufelskreis. In meiner Praxis erlebe ich oft, wie sehr Menschen unter Schlafproblemen leiden. Die Angst vor den Folgen verstärkt den Druck und macht das Einschlafen noch schwerer.
Doch ich möchte Ihnen Mut machen: Der Körper ist ein Wunderwerk und verfügt über erstaunliche Mechanismen, um Schlaf und Erholung zu regulieren. Auch wenn Sie aktuell das Gefühl haben, seit langem keine erholsame Nacht mehr gehabt zu haben, kann Ihr Körper den Schlafmangel ausgleichen. Er holt sich, was er braucht – sei es durch tiefere Schlafphasen in den folgenden Nächten oder durch eine effizientere Erholung.
Natürlich ist Schlaf wichtig. Er dient der körperlichen und geistigen Regeneration, er stärkt das Immunsystem, hilft bei der Verarbeitung von Erlebtem und schenkt uns Energie für den nächsten Tag. Das Streben nach perfektem Schlaf sowie Panik sind hierbei jedoch kontraproduktiv. Je mehr Druck Sie sich machen, desto angespannter werden Sie, und das erschwert das Einschlafen zusätzlich. Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Körper weiß, was er braucht, und geben Sie ihm die Chance, sich selbst zu regulieren.
Gleichzeitig können Sie aktiv dazu beitragen, Ihrem Körper die bestmöglichen Bedingungen für erholsamen Schlaf zu schaffen. Hier sind einige bewährte Strategien, die ich auch in meiner Praxis empfehle:
7 Strategien für besseren Schlaf
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Regelmäßige Schlafzeiten:
Ihr Körper liebt Routinen. Gehen Sie möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie zur gleichen Zeit auf – auch am Wochenende. Das stabilisiert Ihren inneren Rhythmus. -
Optimale Schlafumgebung:
Dunkelheit fördert die Melatoninproduktion, Ruhe (Ohrstöpsel können helfen) und eine angenehme Temperatur (16-18 Grad Celsius) sind essenziell. -
“Digitale Hygiene”:
Soziale Medien können durch ständige Informationen und visuelle Reize das Gehirn überstimulieren und Stress verursachen. Zudem sind Soziale Netzwerke so konzipiert, dass sie uns möglichst lange am Bildschirm halten sollen. Begrenzen Sie daher die Nutzungsdauer und legen Sie bewusst Pausen ein. Zudem hemmt das Blaulicht von Smartphones und Fernsehern die Melatoninproduktion. Schalten Sie Ihre elektronischen Geräte mindestens eine Stunde vor dem Schlafengehen ab. -
Stressabbau:
Meditation, Atemübungen oder progressive Muskelentspannung helfen, den Geist zur Ruhe zu bringen. -
Achtsamer Umgang mit Koffein und Alkohol:
Vermeiden Sie Koffein am späten Nachmittag und Abend. Und auch Alkohol beeinflusst den nächtlichen Schlaf massiv. Er mag zwar kurzfristig beim Einschlafen helfen, beeinträchtigt jedoch die natürlichen Schlafzyklen, insbesondere den für die Erholung wichtigen REM-Schlaf masssiv. Zudem führt der Abbau von Alkohol im Körper oft zu nächtlichem Aufwachen, da der Körper versucht, die giftigen Abbauprodukte zu verarbeiten. -
Regelmäßige Bewegung in den Alltag integrieren:
Regelmäßige Bewegung fördert den Schlaf. Intensive Workouts kurz vor dem Schlafengehen können jedoch kontraproduktiv sein. -
Tageslicht tanken:
Verbringen Sie tagsüber möglichst viel Zeit im Freien und setzen Sie sich dem natürlichen Tageslicht aus. Das hilft Ihrem Körper, den zirkadianen Rhythmus zu regulieren und abends auf natürliche Weise müde zu werden.
Wenn Schlafprobleme zur Belastung werden
Wenn Schlafprobleme länger andauern, ist es wichtig, genauer hinzuschauen. Anhaltende Schlafstörungen sollten nicht isoliert betrachtet werden, daher machen wir uns auf die Suche nach den zugrunde liegenden Ursachen. Könnten depressive Verstimmungen oder andere psychische Belastungen eine Rolle spielen? In meiner Praxis für Psychotherapie biete ich Ihnen einen geschützten Raum und erhebe eine umfassende Anamnese. Gemeinsam analysieren wir Ihre Schlafgewohnheiten und entwickeln gezielte Lösungsansätze.
Oft spielt bei Schlafstörungen auch die innere Haltung eine entscheidende Rolle. Grübeln und kreisende Gedanken halten uns nachts wach. In der Psychotherapie können wir gezielt daran arbeiten, diese Muster zu durchbrechen – mit Methoden wie kognitiver Umstrukturierung oder Achtsamkeitstechniken.
Ich bin gerne für Sie da!
Wenn Sorgen und Schlafprobleme Ihren Alltag stark beeinträchtigen, bin ich gerne für Sie da und unterstütze Sie in meiner Praxis für Psychotherapie dabei, negative Gedankenmuster zu erkennen und Wege zu finden, sich davon zu lösen. Gemeinsam können wir daran arbeiten, wieder mehr Leichtigkeit und Gelassenheit in Ihr Leben zu bringen. Zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren, wenn Sie Unterstützung wünschen.
Herzliche Grüße,
Ihre Sabine Eymann
Über die Autorin

Sabine Eymann, Heilpraktikerin für Psychotherapie, Systemischer Coach und Diplom-Betriebswirtin. Sie war über zwei Jahrzehnte in der Personalentwicklung großer Dax-Konzerne tätig. Heute begleitet sie Menschen in psychisch herausfordernden Situationen und persönlichen Lebenskrisen. Weitere Schwerpunkte liegen u.a. in der Behandlung von Ängsten und Depressionen, unkontrollierten Emotionen, wiederkehrenden Mustern in Beziehungen sowie in der Stärkung von Selbstwert und Selbstmitgefühl.
